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Pluspunkte für die Berufswahl

Die Potenzialanalyse in Klasse 8 gilt häufig als Startschuss der außerschulischen Berufsorientierung - doch was folgt darauf und wie können Jugendliche mit ihren individuellen Resultaten weiterarbeiten?

Mit der Kamp-Lintforter Europaschule ging es im März für vier Tage in die Jugendherberge nach Velbert. Ein Team des IMBSE organisierte für die insgesamt 99 Schülerinnen und Schüler ein buntes, kompaktes Format. Im Gepäck ein buntes Programm für die Berufsorientierung: Es wurden Vorstellungsgespräche geübt, Fragen formuliert, Antworten präsentiert, Rollen getauscht, kreative Teamaufträge bearbeitet und die Wahrnehmung geschärft.

Miriam Jörgens koordiniert das Projekt und erklärt: „Gemeinsam mit unseren sechs Dozenten arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einer Zukunftsvorbereitung auf verschiedenen Ebenen. Nach Absprache mit der Europaschule wurden die folgenden Themen behandelt: Bewerbungstraining, Empowerment, Ziele und Zeitmanagement, finanzielle Planung. Bei der Vielzahl an beruflichen Ausbildungsoptionen wird es immer schwerer, gute Antworten durch die eigenen Eltern oder externe Beratung zu erhalten. Ohnehin sollte jeder die Frage nach dem passenden Beruf für sich selbst lösen. Leichter gesagt als getan.

Das Ziel der Projektfahrt ist insofern, die Jugendlichen auf die bevorstehende Berufswahl samt Praktikum vorzubereiten und die nächsten Schritte in der beruflichen Orientierung zu konkretisieren. Wolfgang Peck, Abteilungsleiter der Europaschule weiß aus Erfahrung: „Spätestens im ersten Halbjahr der 10. Klasse beginnt die Bewerbungsphase für eine Berufsausbildung, da hilft es den Schülerinnen und Schülern gut vorbereitet zu sein.“

Bewerbungstraining

Was verrät meine Körpersprache und wie kann ich außerschulische Referenzen
positiv für den ersten Eindruck beim Arbeitgeber einsetzen?
  
Ziel des Bewerbungsgespräches ist einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Schüler_innen werden in den Workshops empowernd begleitet sich in diesem Bereich zu verbessern. “Professionelle Tricks sollen ihnen helfen selbstbewusster und überzeugend im Vorstellungsgespräch zu sein. Körpersprache ist ein wichtiges Element, Kommunikation ein Weiteres.“, so Miriam Jörgens, „Freies Sprechen ist für die Schüler_innen noch nicht alltäglich und wird durch das Formulieren von Meinungen, sowie durch zielgerichtete Diskussionen und Philosophie-Ansätze geübt.“

Empowerment

Welche Talente habe ich, worin liegen meine Stärken und wie kann ich diese nutzen?

Empowerment bedeutet sich bewusst über eigene Stärken und Talente zu werden. Die Schüler_innen bekommen die Aufgabe sich zu betrachten, positive Aspekte über sich zu sammeln und eigene Wünsche zu formulieren. Viele Schüler_innen haben im Alter von 14 Jahren noch ein sehr trübes Selbstbild. Mit Hilfe von empowernden Übungen und Erfolgsmomenten können sie vom Gegenteil überzeugt werden. Je früher sie erkennen, dass andere ebenso mit ähnlichen Gedanken spielen, die einen stagnieren lassen, desto eher folgt die Erkenntnis, dass sie völlig ok sind, so wie sie sind. Ein positives Selbstbild ist die Basis für eine zufriedenstellende Zukunft.

Ziele & Zeitmanagement

Mehr Struktur: wie sorge ich dafür früh genug Ziele zu setzen um diese zu erreichen?

Die Schüler_innen gehen in die 8.Klasse und werden frühzeitig auf ihre persönliche Zukunft vorbereitet. Dazu gehört auch, dass sie wissen welche Ziele sie für ihre Zukunft haben. Wer rechtzeitig anfängt Ziele anzustreben, wird diese schneller erreichen. Die Teilnahme an der Potenzialfahrt soll den Schüler_innen eine hilfreiche Unterstützung bei der Berufswahl sein und wird auch von zukünftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern positiv angesehen.

Praktisches Philosophieren

Was macht mich glücklich?

„Der zukünftige Arbeitgeber sucht nicht nur einen Experten, sondern gerade denjenigen, der sich in seiner Persönlichkeit von der Masse unterscheidet, deshalb sind das überzeugende Kommunizieren und Argumentieren wichtig für die individuelle Präsenz.“, erklärt Miriam Jörgens. Beim praktischen Philosophieren lernen die Schüler_innen Statements zu formulieren, zu diskutieren und sich von anderen Ansichten inspirieren zu lassen.

Life & Money

Was kostet das Leben?

Was kostet eigentlich das Leben? Die meisten Schüler_innen der 8. Klasse haben noch kein realistisches Bild von zukünftigen Kosten im Leben. Wir erarbeiten gemeinsam mit den Schüler_innen ein realistisches Bild von zukünftigen Finanzen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass man am besten jetzt anfängt zu sparen bzw. einen Plan aufzustellen, so dass man sich nach dem Erreichen des Schulabschlusses der Europaschule schon den ersten Wunsch seiner Wunschliste erfüllen kann, z.B. einen PKW.

Ein positiver Austausch in Kleingruppen ist für die Entwicklung der Potenziale der Schüler_innen besonders hilfreich. Die Kleingruppen bieten die Möglichkeit, konzentriert zu arbeiten und zielgerichtet nachzufragen.

Die Workshops außerhalb von Schule in einer Jugendherberge stattfinden zu lassen, stimuliert die Lernbereitschaft der Schüler sichtbar positiv. Die Einheiten der Workshops dauern 60 Minuten und sind durch 20-minütige Pausen eingeteilt. Das Programm ist aktiv, kreativ und divers gestaltet, so dass für jeden Schüler und jede Schülerin etwas dabei ist.

Koordination: Miriam Jörgens, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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